ABBA Voyage London

Nachfolgend stellen wir Euch den Erlebnisbericht von Ronnie Mehlis vor, der uns die Genehmigung dazu erteilte. Ronnie war am Abend der Premiere in London vor Ort,

Eine bombastische Show, die aus einer fernen Zukunft zu kommen scheint

Knackiger und kürzer kann man das, was wir bei der ABBA Voyage-Weltpremiere geboten bekamen, leider nicht beschreiben. Na, vielleicht „Ein Aug- und Ohrenschmaus“, aber das ist doch weit untertrieben. Richard Arnold vom Sender ITV, der dort für Promis und Showbusiness zuständig ist, war noch am nächsten Morgen völlig „erschlagen“ und meinte, es wäre der beste Tag seines Lebens gewesen. Für mich war es eine emotionale Achterbahn – visuell und natürlich auch musikalisch.

Fotos und Videos durften nun doch nicht während der Show gemacht werden, weil man den Leuten, die die Show noch vor sich haben, die Spannung vielleicht nehmen würde. Aber ehrlich gesagt: man muss es gesehen haben und mindestens auch 2x aus verschiedenen Perspektiven, um das Rundumpaket, also das Ganze wirklich gesehen zu haben, denn auf dem Tanzfloor, wo wir Fans waren, wurde man förmlich in die Musik und in die Lichtshow rundum eingebettet und alles war einfach nur mega gigantisch und von einer nie zuvor dagewesenen optischen Qualität.

Die ABBAtare waren auf der Bühne natürlich so groß, wie man es lebensecht erwartet und man hätte wirklich annehmen können, dass sie tatsächlich dort sind, zumal sie auch zum Publikum sprachen und alle Fans still schwiegen, wenn das der Fall war, denn die digitalen ABBAs würden natürlich nicht innehalten, bis sich das Publikum beruhigt. Da mussten wir schon „diszipliniert“ sein. Funktionierte aber ziemlich gut. Und alle vier hatten kleine Ankündigungen zu Songs parat.

Aber wer immer die Show designed hat, dem gehört ein Oscar, wenn es dafür einen gäbe. Ich liebe ja Animationen und überhaupt Filmgestaltung, aber so etwas, wie wir es hier gesehen haben, ist wieder eine neue Messlatte … ähnlich wie der ABBA-Sound selber. ABBA haben erneut Geschichte geschrieben und bei ITV untertitelte man den Berichtteil mit „Revolutionäres Konzert“.

Das Magazin Rolling Stone kritisierte, dass in der Show weiterhin nicht geschafft würde, die Lebendigkeit der Augen lebensecht darzustellen, und die ABBAtare nicht auf der Bühne auf das Publikum zugehen können. Nun, den Augeneffet kann man bei den bühnengrossen ABBAtaren nicht erkennen. Aber hin und wieder scheinen sie doch aus der Dunkelheit auf einen zuzukommen.

Anders als zunächst von mir erwartet, haben die 10 Live-Musiker nicht mit den ABBAtaren interagiert, d. h. sie standen etwas näher am Bühnenrand zur linken. Ich hatte immer überlegt, wie das funktionieren würde, wenn Frida am Bein eines Gitarristen „herumfummelt“ (wie es in „ABBA the Movie“ zu sehen ist). Aber diese Interaktion scheint dann noch zu komplex und derzeit noch nicht machbar.

Die Live-Musiker hatten auch die Gelegenheit, sich solistisch vorzustellen, denn einige Songs bekamen ein neues Arrangement. Ein Fan aus den USA bedauerte, dass „Take a Chance on me“ nicht mit dabei war, da dieser Song ABBAs größter Erfolg in den USA gewesen sei. Aber bei 20 Songs bleibt halt was auf der Strecke.

Und dann kam der Moment, in dem alle ihre Handies zückten: Nach „The Winner Takes it All“ kamen alle Vier leibhaftig auf die Bühne, winkten und verschwanden dann wieder. Mehr hatten wir ja auch nicht erwartet … oder vielleicht ein paar Worte von Benny oder/und Björn?

Der Abend wurde jedenfalls noch länger, weil natürlich draussen die Souvenirs verkauft wurden … bargeldlos …. nur Debit bzw. Kreditkarte, bitte. Und alle diskutierten ihre Eindrücke. Frida war noch kurz in dem Garderobe-Pavillon zu sehen und winkte. Und ein paar Glückliche konnten wohl auch Agnetha noch erspähen. Doch als alle Vier das Gelände verlassen hatten, rief die Security „ABBA have left the Building“ (in Anlehnung an den berühmten Elvis-Presley-Spruch).

Es gab Fans, die sich etwas mokierten, dass 2 oder 3 Songs als Filmanimation die Story erzählen und man die Vier nicht als ABBAtare auf der Bühne sah. Aber die erzählte Story wurde megamässig als Anime umgesetzt. State of the Art natürlich. Die ganze Show ist ein einziger Design- und Farbenrausch.

 

Wir bedanken uns bei Ronnie für seine Schilderung.

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Am 26. Mai 2022 war es soweit: Die Premiere der Show "ABBA Voyage" fand in der extra dafür gebauten ABBA-Arena in London vor auserwähltem Publikum statt.

Einer der Höhepunkte des Abends war mit Sicherheit, als Frida, Benny, Björn und Agnetha persönlich über den Roten Teppich schritten. Der langjährige ABBA-Fan Andrè Selbach veröffentlichte auf seinem YouTube-Kanal über 30 min mit den Vieren vor Beginn des Konzertes. Zu den VIP gehörten auch der König von Schweden und seine Gattin.

Ein bis zum Premierentag streng gehütetes Geheimnis war die Titelliste der Show, hier ist sie auch mit einem Video:

  • The Visitors
  • Hole in Your Soul
  • SOS
  • Knowing Me, Knowing You
  • Chiquitita
  • Fernando
  • Mamma Mia
  • Does Your Mother Know
  • Eagle
  • Lay All Your Love on Me
  • Summer Night City
  • Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)
  • Voulez-Vous
  • When All Is Said and Done
  • Don’t Shut Me Down
  • I Still Have Faith in You
  • Waterloo
  • Dancing Queen
  • Thank You for the Music
  • The Winner Takes It All

 

Ein Clip aus der Show

Nach einem mit stürmischen Ovationen beendeten Konzert kamen ABBA nacheinander auf die Bühne. Nicht nur im Publikum kullerten Tränen, auch Frida und Agnetha auf der Bühne konnten sie nicht verbergen.

Kritik des Magazins Rolling Stone

Die britische Presse: 

The Guardian 

BBC News mit schönen Worten aller ABBAs

The National News

Express UK

The Sun

Pink News

Huffington Post

Rolling Stone UK

Hier noch ein Interview mit Benny vor der Premiere.

 

Foto (c) ABBA Voyage Instagram